Schönle Tochter des Mosche
Z. 3: שינלה, Schönle, der dritte Buchstabe des Namens trotz der breiten Vertikalstriche als נ nun gelesen. Die Vertikalstriche sind in dieser und in anderen Ingenheimer Inschriften unregelmäßig breit gestaltet, siehe das letzte ו vav in Z. 6, das man eher für ein ד dalet oder ר resch halten könnte.
Z. 7: Dritter Buchstabe des Jahres kann als kaf 20 oder als bet 2 gelesen werden, allerdings gibt es für 502 keine Übereinstimmung zwischen Wochen- und Monatstag (= Sonntag, 25. März 1742). Da der Wochentag doppelt als Tag 6 und Rüsttag des Schabbat angegeben und auch der Monatstag unmissverständlich ist, handelt es sich gewiss um das Jahr 520.
Z. 10/11: „im Garten Eden (im) Unteren des Obersten“, ergänze: Gartens. Sehr selten, dass die antik-rabbinischen und mittelalterlichen „Unterabteilungen des Paradieses“ für die diversen Kategorien der gerechten Männer und Frauen (was gesellschaftliche Verhältnisse widerspiegeln dürfte) hier zur lobenden Anwendung im Segenswunsch kommen. Wahrscheinlich geschieht es hier, um einen Reim auf den Namen des Gatten Gersch-on gleich doppelt zu erreichen: „... gan eden hatacht-on elj-on“.
Reim auf -on in Z. 4 und 10.
Abkürzungszeichen: Punkte.