Schmuel Sohn des Meir
Z. 2: Vgl. Psalm 15,2 und 84,12.
Z. 4a: Vgl. Psalm 128,2.
Z. 4b/5: עמד ביראה, „stand in (Gottes-)Furcht“, ist auf das tägliche Gebet bezogen, das im Stehen verrichtet werden soll, wie ein Diener vor seinem Herrn, in Angst, Furcht und Schrecken (Maimonides, Mische Tora, Sefer Ahawa, Hilchot Tefilla 5,4 u.ö.).
Z. 6: ג"מ, aufgelöst zu גובה מדינה, Kassenverwalter des Landes, d.i. der Steuereinnehmer der Landgemeinde.
Z. 7: בילק, Bil-k, größerer Abstand zwischen lamed und kuf, höchstwahrscheinlich Billigheim, vgl. die sonst üblichen Schreibungen בילקאם und בילקם.
Z. 8: Nacht 1 meint i.d.R. die Nacht von Samstag auf Sonntag, für die Umrechnung ins christliche Datum schlagen wir diese Angabe stets dem folgenden Tag, hier also dem Sonntag zu.
Z. 9: Zu erahnen ist als zweiter Buchstabe ein gimel für den Monatstag, davor ist Platz für einen schmalen Zehner-Buchstaben, vermutlich ein jud. Der Monat beginnt höchstwahrscheinlich mit einem tet, der zweite Buchstabe ist verloren, der dritte am ehesten ein tav, womit nur der Monat Tewet in Frage kommt. Diese Lesung erhält zusätzliche Plausibilität durch die Übereinstimmung von Wochen- und Monatstag.
Reim auf -mim in Z. 2/3 und auf -(p/f)o in Z 4/5.
Abkürzungszeichen: Häkchen, Punkte, Doppelstriche, Tilde.