Verzeichnis

 

Grabnummer: S 106 A

Mosche Sohn des Jizchak , Riwka Rechle

Gestorben Montag, 12. Juni 1752, und begraben Dienstag, 13. Juni 1752 (rechts); gestorben und begraben Dienstag, 30. August 1752 (links; keine Übereinstimmung zwischen Wochen- und Monatstag).
 
Doppelstein, mit zwei außen jeweils eingezogenen Rundbögen schließend. Der Rahmen der Bögen mit einem Volutenmustegeziert. Unter dem Bogen links Krone, darunter die Einleitungsformel, auf der Schulter des Einzugs große Rosette; die rechte, sicher analog gestaltete Seite stark beschädigt. Der seitliche Außenrahmen als Pilaster gestaltet. Unter dem Bogenrund, zwischen den beiden Schriftfeldern bis Z. 9 und links unter Z. 9 schmale Rahmenleisten. Die rechte Inschrift wird ab Z. 11 auf der ganzen Breite des Schriftfeldes fortgesetzt. Schrift erhaben.
Starke Beschädigungen und Verwitterung.
 
Z. 2 rechts: Am Zeilenende möglicherweise das aramäische Wort דחיל aus der Wendung דחיל חטאין, „Sünden scheuend“ (bShab 31b).
Z. 6/7 rechts: Z. 6/7a: משאו ומתנו היתה באמונה, „sein Handel und Wandel war in Treuen“, bShab 31a und bYom86a. Statt היה (m.Sg.) oder היו (m.Pl.) steht hier die feminine Form היתה („war“). Weist auf eine Berufstätigkeit als Händler oder Kaufmann hin.
Z. 11: Abkürzung כ"כ unklar, aufgelöst als כתר כהונה (Krone der Priesterschaft) wäre es am Beginn der Inschrift zu erwarten. Möglicherweise verschrieben für כ"ה, der geehrte Herr?
Z. 12 rechts: Er starb am 30. Sivan, dem ersten Neumondstag Tammus, wurde am 1. Tammus begraben.
Z. 13 rechts: Das stark gedehnte ל lamed schließt nicht mit dem oberen Vertikalstrich ab, sondern verlängert diesen zu einer schleifenartig geschwungenen Verzierung, die links unten in einem Vogelkopf ausläuft.
 
Z. 3 links: Eventuell ידובקו, „sie sind zusammengefügt, zusammengeschlossen“, siehe Hiob 41,9; mit der spekulativen Lesung בתו, „seine Tochter“, könnte es sich um eine Anspielung auf das Begräbnis zweier eng Verbundener handeln.
Z. 8/9 links: Der 20. Elul 512 fiel auf Mittwoch, den 30. August 1752. Das ל lamed wahrscheinlich ähnlich stark gedehnt wie rechts in Z. 13.
 
Abkürzungszeichen: Tilden, Häkchen.
Rechts Punkte als Wort- oder Satzteiltrenner.
 
Die Familienbeziehung zwischen Mosche b. Jizchak und Riwka Rechle lässt sich aufgrund der Beschädigungen nicht mehr erschließen. Mosche war ein gestandener Mann, im Berufsleben stehend. Vielleicht war die jung verstorbene Riwka, „Jungfrau“ und möglicherweise kurz vor ihrer Verheiratung, seine Tochter.
 

Text Vorderseite (Osten):


 
1      ...
        ...דחיל
        ...ומו[ריד?]
        ...ה
5      ...שר
        ב[חכמה?] ביראת
        ה' מאושר נשא
        ונתן באמונה
        ובכושר ...
10    כ' משה ...
        בן כ"כ יצחק ב"צ נפטר ביו'
        ב' ר"ח תמוז ונקבר ביו' ג'
        תקי"ב ל' תנצב"ה
 
links
1      פ".
        ויחדיו
        ידוב[קו?] ב[תו?]
        הבתולה [הכלה?]
5      הצנוע[ה?]
        [ר]בקה רעכלה
        נפטרת ונקבר'
        ביו' ג' [ך'?] אלול
        [תק]י"ב ל'
 
rechts
1  …
    … scheuend (?)
    … [herunter?]
    …
5  …
    [in Weisheit?] in der Ehrfurcht
    des Ewigen beglückt, er handelte
    und wandelte in Treuen
    und mit Geschick …
10 der geehrte Mosche …
     Sohn … des Jizchak, B(erg)Z(abern), verschieden am Tag
    2, Neumond Tammus, und begraben am Tag 3,
    512 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 
links
1  Hier …
    zusammen …
    [zusammengefügt?, seine Tochter?]
    die Jungfrau, [die Braut?]
5  die Züchtige,
    [R]iwka Rechle,
    verschieden und begraben
    am Tag 3, [20.?] Elul
    [5]12 der Zählung
 
 

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Hier begraben:

Mosche Sohn des Jizchak
Riwka Rechle