Verzeichnis

 

Grabnummer: S 047

Natan Nate Sohn des Jehuda

Gestorben und begraben Montag, 23. Dezember 1771, oder Montag, 19. Dezember 1774 (siehe den Zeilenkommentar).
 
Hochrechteckige Stele mit eingezogenem Rundbogen, die Schultern als Pilasterkapitelle ausgeführt. Der Rahmen im Bogenrund bordürenartig mit Kreisornamenten ornamentiert. Schrift erhaben. In Z. 5 Buchstabe auf dem Rahmen.
Letzte Zeile teilweise im Boden, vermutlich weitere Zeile mit dem Segenswunsch im Boden.
 
Z. 3: Vgl. ySuk 5,55b und den Kommentar von Raschi zu Psalm 115,1.
Z. 4: In Anlehnung an bShab 31a, vgl. auch mAv 1,15.
Z. 5a: בתדירא (aramäisch), mit Beständigkeit, vgl. Daniel 6,17 (dort: Daniel dient Gott mit Beständigkeit).
Z. 5b/6a: bSan 102b.
Z. 6b: bShab 31a. Die Abkürzung ‎‏מו״מ‏‎ steht für ‎‏משא ומתן‏‎ „Handel und Wandel“, Berufstätigkeit als Händler oder Kaufmann.
Z. 7: Genannt sind sowohl die biblische Namensform Natan als auch der Rufname Nate.
Z. 9: אינגיהיים, etwa: ingeheim, Ingenheim.
Z. 10: „Mit gutem Namen“, vgl. bBer 17a und mAv 4,13.
Z. 11: Das Sterbejahr mit größeren Abständen zwischen den Buchstaben, der Einer fast vollständig im Boden, in Frage kommen die Buchstaben ב bet (2), ד dalet (4) und ה he (5). Übereinstimmung zwischen Wochen- und Monatstag gibt es nur für die Jahre 532 (= 23. Dezember 1771) und 535 (= 19. Dezember 1774).
 
Abkürzungszeichen: Häkchen, Tilden, Punkte.
 
Eine Inschrift für ein überdurchschnittlich gelehrtes Gemeindemitglied, erkennbar am Titel ha-raw, „der Meister“, und an der ausführlichen Eulogie. Ein offizielles Leitungsamt ist nicht genannt, doch Natan Nate b. Jehuda war in seinem Lebenswandel seiner Gemeinde ein Vorbild.
Seine Familie pflegte über mehrere Generationen die Nachbenennung mit dem Namen des Großvaters. Der seltene Name Natan Nate in Verbindung mit dem Titel ha-raw führt uns zunächst zu seinem Sohn, dem geehrten Meister Jehuda Sundel, Sohn des geehrten Meisters, Herrn Natan Nate, gest. 1780 oder 1800 (1 019). Dessen jung verstorbener Sohn hieß wiederum nach dem Großvater: Natan genannt Nate, Sohn des geehrten Meisters Jehuda genannt Sundel, gest. 1808 (1 016) v. 1808.
 

Text Vorderseite (Osten):


 
1      פ"נ
        איש ישר וכשר כל
        מעשיו עשה בכושר
        קבע עתים לתורה
5      בתדירא ותרן במומנו
        היה ומו"מ באמונה
        ה"ה כהר"ר נתן נטע
        בר יהודא ז"ל מק"ק
        אינגיהיים נקבר ונפט'
10    בש"ט ביו' ב' ט"ז טבת
        תקל"[בה? לפ"ק?]
 
1  Hier ist begraben
    ein aufrechter und tugendhafter Mann, alle
    seine Taten verrichtete er mit Geschick,
    er setzte Zeiten für die Tora
5  in Beständigkeit, freigebig mit     seinem Vermögen
    war er. Sein Handel und Wandel war in Treuen,
    es ist der geehrte Meister, Herr Natan Nate,
    Sohn des Jehuda, sein Andenken zum Segen, aus der heiligen Gemeinde
   Ingenheim, begraben und verstorben
10 mit gutem Namen am Tag 2, 17. Tewet
    53[2/5? der kleinen Zählung?]
 
 

Text Rückseite (Westen):


 
        כ"ה נטע
        ז"ל
      





 
Der geehrte Herr Nate,
sein Andenken zum Segen
 
 

Downloads

Hier begraben:

Natan Nate Sohn des Jehuda