Verzeichnis

 

Grabnummer: S 020

Sarle Naftali

Z. 4/5: Ortsname zeilenübergreifend. Die wahrscheinlichste Lesung für Z. 5 nach dem gut zu erkennenden alef ist mem-resch (etwa: lamersheim), es könnte sich um Leimersheim (Kreis Germersheim) handeln. Die dortigen Familien begruben ab 1826 auf dem neuen Rülzheimer Friedhof, vorher vielleicht wie die Rülzheimer in Essingen und Ingenheim. Außer mem-resch kommen auch die Buchstaben bet-jud-lamed (etwa: labelsheim) oder bet-jud-resch (etwa: labersheim) in Frage; eventuell Laubersheim?, in Frei-Laubersheim und Waldlaubersheim (beide Kreis Bad Kreuznach) lebten Juden.
 
Abkürzungszeichen: Punkte, Doppelpunkte, Striche, Tilde.
 

Äußere Merkmale:


Schrift erhaben. In Z. 2-5 links kein Rand ausgearbeitet, Buchstaben im Randbereich.
 

Text Vorderseite (Osten):


 
1      פ"נ
        האשה הצנועה
        א"ח מרת שרלה
        בת נפתלי ז"ל מל
5      א[מר?]שהיים נפטר'
        ונקברת ביום ד'
        ר"ח אב תקל"ט
        לפ"ק
        תנצב"ח
 

 
1      Hier ist begraben
        die züchtige Frau,
        die tüchtige Gattin, Frau Sarle,
        Tochter des Naftali, sein Andenken zum Segen, aus L-
5      …sheim (?), verschieden
        und begraben am Tag 4,
        Neumond Aw 539
        der kleinen Zählung
        Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 
 

Übersetzung von:


Christiane E. Müller

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Hier begraben:

Sarle Naftali