Jizchak Eisek Sohn des Meir
Begraben Sonntag, 29. November 1733.
Reich verzierte Stele, oberer Abschluss als eingezogener Rundbogen mit Akroterion (beschädigt). Im Halbrund zwei Löwen, die ein Herz halten, darin das פה, darüber eine Krone, alles im Hochrelief. Beidseits Kapitelle mit je einer großen Rosette und Pilaster mit Rankenband aus Voluten als seitlicher Rahmen. Von den Rosetten ausgehende, sich zur Perlenschnur wandelnde Ranke als Begrenzung zum oberen Schriftfeld im Halbrund. Schrift erhaben, ebenfalls auf der Rückseite, dort in vertieftem, einfachen Rahmen.
Z. 2: Ein בחור (bachur) ist ein – in der Regel lediger – Jüngling oder junger Mann; siehe S 027 und S 035 für ebenfalls als bachur Verstorbene.
Z. 3: bQid 32b.
Z. 6 und Rückseite: לנדוי und לנדויא, Landau. Die große und alte Landauer Gemeinde begrub seit dem Ende des 17. Jahrhunderts auf dem Essinger Friedhof. Vielleicht lebte der junge Eisek b. Meir, ein „bocher“, bei Verwandten in Ingenheim? Sein Vater war bereits verstorben.
Z. 7: Es ist kein Todestag angegeben, also identisch mit dem Begräbnistag. Der Zehner des Monatstages als Schluss-kaf ausgeführt.
Z. 9: Die Abkürzung לפ"ק wie oft hier ohne Kürzelzeichen, also als ‚Wort‘ verstanden.
Abkürzungszeichen: Punkt, Tilde, Häkchen, dreifache Häkchen.