Mosche Sohn des Chajim
Gestorben Samstag, 16. April 1813 (Unstimmigkeit zwischen Wochen- und Monatstag, siehe den Zeilenkommentar).
Hochrechteckige Stele mit eingezogenem Hufeisenbogen, die scharrierte Rahmung mit horizontaler Leiste unter dem Bogen. Große Blume im Relief zwischen dem פ und dem ט der Einleitung, auf den Buchstaben und der Blume ruhend zwei kleine Löwen. Schrift erhaben, die Buchstaben werden nach unten hin kleiner.
Im unteren Drittel leichte Verwitterung.
Z. 2: Z. 2: Das Attribut ישר, „aufrecht“, mit dem bestimmten Artikel.
Z. 3b/4: Vgl. Sprüche 20,7 und Psalm 26,1.
Z. 5/6: Man würde vor המכונה, „genannt“, den Synagogennamen, danach den Alltagsnamen erwarten (siehe etwa 1 013 u.ö.). Hier ist nur der Synagogenname genannt.
Z. 7: Ortsname ווייטנדאה', etwa: weitendah, am Zeilenende ein Kürzungszeichen. Wahrscheinlich ist Vorderweidenthal (heute zur Verbandsgemeinde Bad Bergzabern) gemeint, wo es im 19. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde gab. Vermutlich wurden ט tet und ד dalet vertauscht, siehe die Schreibung bei 1 078: וויידנטאהל, etwa: weidentahl.
Z. 8: Wochen- und Monatstag sind unsicher. Am ehesten ist zu lesen: Tag des Schabbat, 2. von Pessach. Im Jahr 573 fiel der zweite Tag des Pessachfestes (16. Nissan) allerdings auf Freitag, den 16. April 1813.
Z. 9: Das Begräbnisdatum ist unklar. Für die Lesung der vier Buchstaben א ח ש פ gibt es mehrere Möglichkeiten: יום א' ח' של פסח Tag 1, 8. von Pessach (22. Nissan = 22. April 1813, ein Donnerstag) – יום אחרון של פסח letzter Tag von Pessach (22. Nissan) – יום אסרו חג של פסח Festausgang von Pessach (23. Nissan = Freitag, 23. April 1813). Für diese drei Lesungen wäre die Frist zwischen Tod und Bestattung zu lang, nur durch ungewöhnliche Umstände zu erklären. Vielleicht ist אח' auch als אחריו zu verstehen, also „am darauffolgenden Tag“, das wäre Sonntag, der 18. April.
Z. 10: Lamed-pe-kuf-Ligatur.
Abkürzungszeichen: Punkte, Striche.