Grabnummer: 1 078
Menachem Sohn des Levi SeGaL
Äußere Merkmale:
Gestorben und begraben Donnerstag, 16. Februar 1804.
Hochrechteckige Stele mit angedeutetem Karniesbogenabschluss und schmalem Rahmen, das Schriftfeld durch horizontale Rahmenleiste unter dem Bogen zweigeteilt. Schrift erhaben. Reliefierte Levitenkanne zwischen den Buchstaben פ und ט der Einleitung. In Z. 8 Buchstabe teilweise auf dem Rahmen.
Z. 9 mit dem Schlusssegen im Boden.
Z. 2a: Das Substantiv נועם („Huld“, „Wohlwollen“, „Freundlichkeit“) fügt sich nicht in die syntaktische Struktur, als Teil einer Konstruktus-Verbindung („Mann des Wohlwollens“) stünde das erste Wort ohne Artikel; vielleicht verschrieben für נעים („wohlgefällig“, „liebenswürdig“), so hier übersetzt.
Z. 2b/3a: הלך בתום, „wandelte in Lauterkeit“, Sprüche 10,9, vgl. auch Psalm 26,1.
Z. 4:סג"ל , סגן לויה (segan levijja), „Vorsteher der Levitenschaft“. Namenszusatz für Leviten, der zum Akronym SeGaL wurde.
Z. 5: וויידנטאהל, etwa: weidentahl, dies ist die Gemeinde Vorderweidenthal, die ihre Wurzeln bereits im 18. Jahrhundert hat. Etwa ab den 1830er Jahren bestatteten die Vorderweidenthaler dann auf dem Busenberger Friedhof.
Abkürzungszeichen: Punkte.
Text Vorderseite (Osten):
1 פ"ט
האיש הנועם (!) הלך
בתום ה"ה כ' מנחם
בר לוי סג"ל ז"ל
5 מוויידנטאהל
שנפטר ונקבר
ביום ה' ד' אדר
בשנת תקס"ד לפ"ק
[תנצב"ה]
1 Hier ist geborgen
der Mann, der Wohlgefällige ((?), er wandelte
in Lauterkeit, es ist der geehrte Menachem,
Sohn des Levi SeGaL, sein Andenken zum Segen,
5 aus Weidenthal,
der verschied und begraben ward
am Tag 5, 4. Adar
im Jahr 564 der kleinen Zählung.
[Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens]