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Grabnummer: 1 055

Schmuel Sohn des Jaakow

Gestorben Samstag, 17. September, und begraben Sonntag, 18. September 1803.
 
1 055

Hochrechteckige Stele mit eingezogenem Flachbogenabschluss und breiter, scharrierter Rahmung. Das Schriftfeld durch horizontale Rahmenleiste unter dem Bogen zweigeteilt, oberhalb die Einleitungsformel mit Beschneidungsmesser sowie zwei rechts und links symmetrisch angeordneten Salbgefäßen im Relief. Schrift erhaben.
In Z. 1 und 8 einige Buchstaben abgeschlagen.
 
Z. 2a: Psalm 18,26.
Z. 3: מומחה לרבים, eine Wendung, die autorisierte Professionalität anzeigt, etwa: „für die Öffentlichkeit als Fachmann anerkannt“, siehe dazu bSan 5a, bRH 25b u.ö. in Bezug auf die Mischna San 3,1. Im Talmud meist auf die Richtertätigkeit bezogen, hier auf die Tätigkeit als Beschneider.
Z. 5/6: Ortsname zeilenübergreifend, רילצהיים, Rülzheim.
Z. 8: Der Einer des Jahres ist beschädigt, es kommen ד (4) und ה (5) in Frage. Der erste Neujahrstag fiel aber nur im Jahr 564 auf Schabbat.
 
Reim auf -im in Z. 2 und 3.
Abkürzungszeichen: Punkte, Tilden.
 

Text Vorderseite (Osten):


 
1      פ"[נ]
        גבר תמים מוהל
        מומחה לרבים היה
        ה"ה היקר כ' שמואל
5      בן כ' יעקב ז"ל מריל
        צהיים נפטר בש"ק א'
        דר"ה ונקבר ביום שני
        תקס"[ד] לפ"ק
        תנצב"ה
 
1      Hier ist [begraben]
        ein lauterer Mann, ein Beschneider
        war er, kundig und allgemein anerkannt,
        es ist der Teure, der geehrte Schmuel,
5      Sohn des geehrten Jaakow, sein Andenken zum Segen, aus Rül-
        zheim, verschieden am heiligen Schabbat, 1.
        des Neujahrs, und begraben am zweiten Tag
        56[4] der kleinen Zählung.
        Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 
 

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Schmuel Sohn des Jaakow