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Grabnummer: 1 021

Schmuel Sohn des Jehuda

Gestorben und begraben Montag, 27. Juli 1789.
 
1 021

Hochrechteckige Stele mit Karniesbogen und umlaufendem Rahmen, in Z. 2, 5 und 6 Buchstaben auf dem Rahmen. Schrift erhaben. Zwei reliefierte Löwen rechts und links der Einleitungsformel, sich auf dieser abstützend, halten eine Krone.
 
Z. 2: Vgl. Av 6,1. Verschreiber, überflüssiges vav vor ישר.
Z. 3/4: Das Lob lässt Genesis 17,1 assoziieren, wo Gott Awram aufträgt: התהלך לפני והיה תמים, „wandle vor mir und sei lauter“.
Z. 6: ע[ר]להבא[ך] (erlebach), Erlenbach bei Dahn. Ohne weitere Informationen würde man am ehesten עדלהבאד, Edelebad, lesen, denn der zweite und der letzte Buchstabe gleichen einem dalet. Während in mancher Ingenheimer Inschrift ר resch und ד dalet leicht zu verwechseln sind, ist in dieser das resch sonst runder gestaltet. Die fehlende Unterlänge beim Schluss-kaf lässt sich eher erklären, denn die Unterlängen fehlen in Ingenheimer Inschriften häufiger. Doch einen Ort namens Edelbad o.ä. gibt es nicht; in Edelbach und Edelsbach gab es keine jüdische Bevölkerung, ebenso wenig in Kloster Erlenbad. In anderen Ingenheimer Inschriften ist der Name Erl(en)bach besser zu lesen, z.T. ebenfalls ohne Unterlänge beim kaf, siehe S 023, 1 007, 1 023, 1 030 und 1 084. Für die dortige jüdische Gemeinde dürfte der Ingenheimer Friedhof der nächstgelegene gewesen sein, bis 1824 der Friedhof in Busenberg eröffnet wurde. So können wir für diese Inschrift, die noch zwei weitere Verschreiber aufweist, von einer Verwechslung der Buchstaben ausgehen.
Z. 8: Verschreiber, Schlussformel ohne das kuf für קטן, „klein“.
 
Abkürzungszeichen: Punkte.
 

Text Vorderseite (Osten):


 
1      פ"ט
        האיש והישר (!) ונאמן
        תמים היה כל ימיו
        בכל דרכיו כ' מר
5      שמואל בן כ' יהודא
        מע[ר]להבא[ך] נפטר
        ונקבר ביום ב' ד' אב
        תקמ"ט ל"פ (!)
        ב"[ז] תנצב"ה
 
1      Hier ist geborgen
        der aufrechte und getreue Mann,
        lauter war er all seine Tage
        auf all seinen Wegen, der geehrte Herr
5      Schmuel, Sohn des geehrten Jehuda,
        aus E[r]leba[ch], verschieden
        und begraben am Tag 2, 4. Aw
        549 der (kleinen) Zählung.
        Um dessentwillen sei seine Seele eingebunden in das Bündel des Lebens
 
 

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Hier begraben:

Schmuel Sohn des Jehuda